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Mythos Vergreisung kein Problem für PKV

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Eines der beliebtesten Argumente der Gegner der privaten Krankenversicherung (PKV) ist die angebliche Vergreisung. Insbesondere im Kontext eines Tarifwechsels wird immer wieder vor diesem vermeintlichen Phänomen gewarnt. Dabei handelt es sich offenbar um einen reinen Mythos, der nichts mit der Realität zu tun hat.

HC Consulting schreibt über dieses Thema und führt die Altersrückstellungen der PKV ins Feld. So mag zwar grundsätzlich zutreffen, dass ein 50-jähriger Versicherter weniger Geld verbraucht als beispielsweise ein 70-Jähriger. Diese Altersdifferenz wird jedoch durch die Altersrückstellungen ausgeglichen, die ebenfalls Jahr für Jahr ansteigen.

Eine Anpassung der Altersrückstellungen ist immer dann erforderlich, wenn sich „die Lebenserwartung oder die Verzinsung des angesammelten Kapitals verändert„. Mit anderen Worten wären die Tarife während der gesamten Laufzeit bis ins hohe Alter stabil, gäbe es nicht neue Medikamente oder Behandlungsmethoden, die eine Preiserhöhung bewirken.

Hinzu kommt, dass der Aspekte der Vergreisung erstaunlicherweise nicht der GKV unterstellt wird, wenngleich hier keinerlei Altersrückstellungen existieren. Anders formuliert, wird die demografische Entwicklung hier voll durchschlagen.

Real ist das Risiko einer Risikoentmischung. Dies ist jedoch nur dann der Fall, wenn ein Tarif ausschließlich von gesunden Versicherten verlassen wird. Dadurch, dass gemäß § 204 VVG jedoch auch Kranke einen entsprechenden Tarifwechsel unter Ausschluss von Mehrleistungen durchführen können, sinkt das Risiko deutlich.

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