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Mobbing: Gesetzliche Unfallversicherung muss nicht zahlen

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Die Qualität einer Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) oder auch einer Unfallversicherung zeigt sich vor allem bei der Schadensregulierung. Es existieren jedoch auch Grenzen, auf die der NDR Ratgeber Recht hinweist.

Laut ngo-online braucht zumindest eine gesetzliche Unfallversicherung im Fall von Mobbing am Arbeitsplatz nicht zu bezahlen. Hintergrund ist ein Urteil des Landessozialgerichts in Darmstadt (Az.: L 3 U 199/11).

Wahrscheinlich sollte das Urteil bzgl. der gesetzlichen Unfallversicherung aber eher für eine private Unfallversicherung als auf die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) übernommen werden. Vor allem die BU steht im Fall einer Depression oder eines Burn-Out-Syndroms in der Pflicht. Nach Ansicht der Darmstädter Richter ist Mobbing allerdings kein Auslöser für eine Berufskrankheit und kann auch im privaten Bereich auftreten. Die Anerkennung als Arbeitsunfall ist ebenfalls nicht gegeben, weil kein eindeutiger Zeitpunkt festgelegt werden kann.

Ist man daher Mobbing hilflos ausgeliefert? Sicher nicht, denn sofern der Arbeitgeber beteiligt ist, lässt sich Schmerzensgeld einklagen. Das Arbeitsgericht in Cottbus (Az.: 7 Ca 1960/08) hatte in einem Urteil der Leiterin eines Pflegedienstes die Summe von 30.000 Euro zugesprochen, da ihr Arbeitgeber durch mehrere Äußerungen das Persönlichkeitsrecht und die Fürsorgepflicht verletzt hatte.

Das Budoten-Blog schreibt zudem, dass Mobbing, ZITAT

als Grund für eine zumindest vorübergehende Berufsunfähigkeit steht auf der Liste der Versicherungsgesellschaften relativ weit oben

steht. Inwiefern die Schadensregulierung funktioniert und ob auch der Arbeitnehmer in die Pflicht genommen wird, geht aus dem Artikel allerdings nicht hervor. Vermutlich ist hier stets auf den Einzelfall zu achten.

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