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Mitfahrzentralen: erste Kündigung durch KfZ-Versicherung

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Sie heißen UberPop oder auch Wundercar und sind neuartige Mitfahrzentralen im Internet. Taxifahrer haben in der Vergangenheit bereits desöfteren gegen die neue Konkurrenz demonstriert und sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Nun erhalten die Kritiker auch noch Rückendeckung von den Versicherungen.

Wie Computerbild berichtet, hat die erste KfZ-Versicherung einem Fahrer gekündigt, der mit Wundercar zusammengearbeitet hatte. Hintergrund ist das Fehlen eines Personenbeförderungsscheins und das erhöhte Risiko, das mit der Mitnahme fremder Personen einhergeht.

Im konkreten Fall hatte der Fahrer fälschlicherweise angegeben, sein Fahrzeug in erster Linie privat zu nutzen. Wer jedoch gegen ein Entgelt Personen mit dem eigenen PKW herumchauffiert, handelt nach Ansicht der Versicherung gewerblich. Entsprechend wurde der laufende Vertrag außerordentlich beendet.

Es kommt jedoch noch „dicker“ für die Fahrer bei Wundercar und UberPop. In der Versicherungsbranche ist derzeit unklar, ob entstehende Schäden überhaupt durch eine klassische KfZ-Haftpflicht abgedeckt sind. Es könnte durchaus sein, dass nicht der Fahrer, sondern die Vermittler in die Haftung genommen werden.

Bis zur endgültigen Klärung der rechtlichen Situation kann es allerdings noch eine Weile dauern. Die Angriffe gegen die neuen Mitfahrzentralen finden derzeit auf verschiedenen juristischen Ebenen statt. Hinsichtlich der Versicherer dürfte sich das vermeintliche Problem allerdings lösen lassen, indem Anbieter von Fahrdiensten kurzerhand eine gewerbliche Police abschließen. Ob sich das Mitnehmen dann allerdings noch lohnt, steht auf einem anderen Blatt.

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