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Minister fordert bundesweite Pflicht für Elementarversicherung

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Die Elementarversicherung gerät seit einigen Jahren immer wieder in den Fokus. Hintergrund sind sich häufende Naturkatastrophen wie Überschwemmung, starke Stürme oder — wie derzeit — Dürre. Letztere lässt sich aktuell noch nicht im Rahmen einer Elementarversicherung absichern, womit Deutschland eine Ausnahme bildet.

Die anderen Bereiche sind sehr wohl versicherbar, doch berichtet die Saarbrücker Zeitung immer wieder von Problemen in der Schadensregulierung. So werden manche Versicherer sogar „kreativ„, wenn es um die Abwendung einer Übernahme von Schäden geht.

Der saarländische Verbraucherschutzminister Reinhold Jost (SPD) hat sich hierzu medienwirksam zu Wort gemeldet und möchte ein Schreiben an den Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft richten. An Josts Seite befindet sich Finanzminister Peter Strobel (CDU).

Interessanter als dieses Vorgehen ist derweil die Idee einer bundesweiten Pflichtversicherung für Elementarschäden, die analog zur Kfz-Haftpflicht funktionieren soll. Dadurch, dass mehr Personen versichert sind, würden die Prämien sinken und die Risiken ließen sich besser skalieren. Darüber hinaus ließe sich auch in vermeintlich riskanten Wohnlagen Basisversicherungen anbieten.

Ob die Initiative ernst gemeint ist und sich der Bundesrat das Anliegen zu eigen macht, bleibt abzuwarten. Im Bundesdurchschnitt besitzen 44 Prozent der Haushalte eine Elementarversicherung. Es ist allerdings vielfach so, dass bei flächendeckenden Schäden Bund oder Länder Entschädigungen zahlen.

Noch hat niemand durchgerechnet, in welcher Weise sich eine entsprechende Police anbieten ließe. Der Gedanke ist allerding nicht uninteressant.

 

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