Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Mietausfallversicherung: teurer Schutz für Vermieter?

| Keine Kommentare

Mit der Mietausfallversicherung ist es so eine Sache. Auf den ersten Blick erscheint sie als wirksamer Schutz für Vermieter und sorgt für ein Rundum-Sorglos-Gefühl. Bei näherem Hinschauen sind die Policen allerdings recht teuer und Experten raten gerne ab.

Nehmen wir nur einmal die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die schon 2012 zu einem durchwachsenen Urteil über die damals neuen Policen kam. Hier erfahren wir, dass die Mietausfälle bundesweit bis zu vier Milliarden Euro betragen. Eine Mietausfallversicherung haftet jedoch nicht für den Gesamtschaden. d.h. sie sollte stets mit einer Vermieter-Rechtsschutz kombiniert werden.

Grundsätzlich macht auch diese Kombination noch Sinn und sorgt dafür, dass maximal fünf Prozent der Jahresnettokaltmiete berappt werden muss. Es ist allerdings so, dass das Risiko eines Nicht-Bezahlens der Miete bei 1 zu 100 liegt. Wer also die Bonität seines Mieters prüft und zusätzlich zur Schufa-Auskunft auch Verdienstbescheinigungen und eine Einschätzung der vorherigen Vermieters (Mietschuldenfreiheitsbestätigung) einholt, sollte auf der sicheren Seite sein.

Hinzu kommt, dass auch eine Mietausfallversicherung eine Kaution erwartet und vielfach nur zum Teil klagen. Klingt so, als sei die Police verzichtbar, doch wenn eine Studie der Universität Bielefeld davon ausgeht, dass zwischen dem ersten Zahlungsverzug und dem Auszug eines säumigen Mieters im Schnitt 15,5 Monate vergehen, dann erscheint eine zusätzliche Absicherung wieder sinnvoll.

Es lohnt sich aber — wie immer und bei jeder Versicherung — exakt auf die Bedingungen zu achten und die eigenen Risiken genau einzuschätzen.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.