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Unisex-Tarife: Mehr Beschwerden über die PKV

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Verwunderlich ist es nicht. Angesichts der Einführung der Unisex-Tarife und der damit einhergehenden Tariferhöhungen mehrten sich die Beschwerden im Bereich PKV.

Bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gingen im Jahr 2012 1.700 Beschwerden ein, beim Ombudsmann Private Kranken- und Pflegeversicherung 6.354 Schlichtungsanfragen. So weit, so nachvollziehbar. Interessant ist dabei aber ein Blick auf die unterschiedlichen Beschwerdequoten.

Finanzen.de liefert hierzu eine Dokumentation und berichtet, dass vor allem die Gothaer Krankenversicherung und die Central von den Beschwerden betroffen sind. Zudem wird aber gleich abgeschwächt, denn die Zunahme an Beschwerden beträgt gerade einmal 3,3 Prozent. Darüber hinaus sind die Schlichtungsanfragen im Jahr 2012 leicht gesunken und konnten in jedem vierten Fall positiv gelöst werden.

Doch bleiben wir bei den einzelnen Versicherern. Bei der BaFin waren es demnach fünf Versicherungen, die besonders häufig mit Beschwerden zu tun hatten. Neben den bereits erwähnten Central und Gothaer zählen hierzu auch die AXA, die DKV und die Allianz. Ebenfalls hohe Beschwerdequoten verzeichneten die Mannheimer und der Münchner Verein.

Doch aufgepasst: aus den Zahlen lassen sich meines Erachtens keine Schlüsse über die Qualität eines Versicherers ziehen. In der Regel haben sich die Versicherten wegen der Beitragsanpassungen beschwert. Wo die Konditionen im Vergleich mit anderen Versicherern liegen, geht naturgemäß nicht aus der Statistik hervor.

Die kompletten Statistiken lassen sich übrigens auf der Webseite der BaFin herunterladen.

 

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