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Medikamente: Herstellerrabatte auch für die PKV

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Die Arzneimittelausgaben der Privaten Krankenversicherung (PKV) sind im Jahr 2011 lediglich um 1,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Wie die Deutsche Apotheker Zeitung vermeldet, profitiert die PKV dabei auch vom eingeräumten Herstellerrabatt.

Das lässt sich auch daran ablesen, dass der Anstieg der Arzneimittelausgaben in den vorhergehenden Jahren stets höher ausfiel. Ohne den gesetzlichen Herstellerrabatt schlügen hier 8,5 Prozent zu Buche. In absoluten Zahlen ausgedrückt, sparen die PKV satte 161 Millionen Euro.

Interessant ist dabei ein Blick auf den Anteil der Arzneimittelausgaben. In den gesetzlichen Krankenkassen liegt dieser bei 17,2 Prozent, die privaten Krankenversicherer begnügen sich mit 11,1 Prozent. Im Vordergrund stehen dabei kardiovaskuläre Medikamente, bei denen ein Anstieg von 2,3 Prozent verzeichnet wurde. Insbesondere bei den ACE-Hemmern und Sartanen ist seit 2007 einen Anstieg um ein Drittel festzustellen.

Für OTC-Präparate (over-the-counter-Medikamente bzw. nicht-verschreibungspflichtige Medikamente) wurden 2011 323,3 Millionen Euro durch die PKV ausgegeben. Hier liegen Tebonin (12,2 Mio. Euro), Fresubin (5,9 Mio. Euro) und Sinupret (4,3 Mio. Euro) an der Spitze.

Eine Besonderheit bei der PKV ist die oftmals fehlende Substitution. Mit anderen Worten erhalten PatientInnen der PKV meist die Originalrezepte, während bei den gesetzlichen Krankenkassen mit Generika gearbeitet wird. Die Quote der Generika liegt in der PKV bei 56 Prozent, während in den gesetzlichen Krankenkassen 94,7 Prozent erreicht.

Die Zahlen stammen aus dem Wissenschaftlichen Institut der PKV (WIP), das für den Jahresbericht 55,5 Millionen Arzneimittelverordnungen ausgewertet hat.

 

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