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Marderbisse: nicht jede Kfz-Versicherung haftet

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Wer eine Kfz-Versicherung bzw. eine Kasko abgeschlossen hat, wähnt sich meist auf der sicheren Seite. Geht es jedoch um die immer wieder vorkommenden Marderbisse im Motorraum, so empfiehlt sich genaueres Hinschauen. Das Thema ist in der Tat relevant, was 200.000 Schäden jährlich eindrucksvoll dokumentieren.

Die Stuttgarter Nachrichten berufen sich bei der Nennung dieser Zahl auf den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und angesichts der derzeitigen Paarungszeit der Nager im Juni sind die Risiken besonders hoch. Doch wie versichern?

Zahlreiche Kfz-Versicherer decken lediglich direkte Marderschäden ab. Gemeint sind die Schäden, die unmittelbar durch Bisse entstanden, was naturgemäß vor allem Kabel oder andere „Weichteile“ betrifft. Das Problem besteht allerdings darin, dass sich diese Schäden verheerend auf andere Teile des Motors auswirken können und ein defektes Zündkabel den Katalysator beschädigt oder undichte Schläuche der Kühlung den Motor überhitzen.

Auch problematisch ist die Tatsache, dass viele Schäden zunächst einmal kaum sichtbar sind und die Bisse kaum größer als der Kopf eine Stecknadel ausfallen. Manche Versicherer sind bereit, diese Schäden bis zu einer Höchstgrenze zu regulieren, weshalb sich nachfragen lohnen kann.

Vor Gericht wird immer wieder zu diesem Thema geurteilt, wobei die geltende Rechtssprechung offenbar auf Seiten der Versicherten ist, wie ein Urteil vor dem Amtsgericht Mannheim zeigt. Wer allerdings einen entsprechenden Passus in den Versicherungsbedingungen hat, der braucht erst gar nicht diesen Weg zu beschreiten.

 

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