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Lebensversicherungsreformgesetz: Abschlusskosten bislang kaum gesunken

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Die Idee war gut, doch offensichtlich hat das Lebens­versicherungs­reformgesetz bislang eines der wichtigsten Ziele verfehlt. Die Rede ist von den Abschlusskosten für eine Lebensversicherungspolice, die deutlich gesenkt werden sollten. Fakt ist jedoch, dass immer noch 8,1 Prozent der Beiträge hierauf verwendet werden.

Wie die Stiftung Warentest bekannt gibt, gelten die Zahlen für das Jahr 2015 und stammen aus der Statistik der Bundes­anstalt für Finanz­dienst­leistungs­aufsicht. 7,1 Milliarden Euro wurden an Abschlusskosten verdient und stehen einer Gesamtsumme von 87,6 Milliarden Euro an Beiträgen gegenüber.

Wohlgemerkt: Abschlusskosten sind nicht gleich Provisionen, die jedoch einen Teil ausmachen. Hinzu addiert werden auch noch die Kosten für die Vertragsdokumentation, die von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich ausfallen können.

Interessant ist der direkte Vergleich zum Jahr 2014, in dem das Lebensversicherungsreformgesetz noch nicht in Kraft war. Hier zeigt sich, dass im Bereich der Abschlusskosten lediglich 0,4 Prozent Reduzierung erreicht wurden. In Kraft trat das Gesetz im August 2014. Als einen der Gründe sehen Kritiker das Fehlen einer Obergrenze.

Abgezogen werden die Abschlusskosten in den ersten fünf Jahren nach Abschluss eines Vertrags. Entsprechend lohnt es sich, eine Lebensversicherung langfristiger anzulegen, da vor allem in der ersten Zeit wenig Gewinne erwirtschaftet werden.

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