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Lebensversicherungen: Zweitmarkt kann sich lohnen

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Totgesagte leben länger“ – dieser Satz lässt sich in gewisser Weise auch auf die klassische Lebensversicherung anwenden. Es geht dabei jedoch nicht um neue Verträge zu geringen Garantiezinsen, sondern um den florierenden Handel auf dem Zweitmarkt.

Im Focus wird auf diese teilweise lukrative Chance hingewiesen, bei der es sich um eine regelrechte Win-Win-Situation handeln kann. Auf der einen Seite stehen Personen, die ihre Policen loswerden möchten, um liquide Mittel zu erhalten, auf der anderen Investoren, die gerne einen Garantiezins von 2,75 Prozent, 3,25 Prozent oder gar vier Prozent mitnehmen.

Die Händler finden sich im Internet und in aller Regel sind Policen mit Restlaufzeiten von mehreren Jahren erhältlich. Besonders gefragt sind natürlich Verträge aus den Jahren zwischen 1985 bis 2003, weil seinerzeit besonders hohe Zinsen gezahlt wurden.

Pro Jahr werden rund 200 Millionen Euro auf dem Zweitmarkt umgesetzt. Bedenkt man jedoch, dass deutschlandweit in einem Wert von rund 13 Millionen Euro storniert wird, so verschenken viele Versicherte bares Geld. Gegenüber einem Storno (sofern dieses überhaupt möglich ist) lassen sich auf dem Zweitmarkt zwei bis fünf Prozent mehr einnehmen. Die Unternehmen, die in der Branche tätig sind, fordern bereits eine Aufklärungspflicht über den Weiterverkauf und einen Hinweis der Versicherer auf diese Alternative.

Im Angebot sind sowohl die klassischen Kapitallebens- als auch Rentenversicherungen, während Riester- oder Rürup-Versicherungen nicht auf den Zweitmarkt gelangen. Die Abtretung ist juristisch stets problemlos möglich und der Schutz der Angehörigen bleibt während der Laufzeit für den Verkäufer erhalten.

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