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Lebensversicherungen: steht eine Markbereinigung bevor?

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Die Branche der Lebensversicherungen hat in den letzten Jahren wahrlich viel mitmachen müssen. Immer wieder wurde das Geschäftsmodell aufgrund der geringen Zinsen in Frage gestellt. Im vergangenen Jahr folgte dann das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG), das nach Ansicht mancher Experten das Aus für viele Versicherungsmakler bedeuten könnte.

Der Versicherungsbote bringt hierzu ein lesenswertes Interview mit Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender des Finanzdienstleisters MLP. Dieser geht von einer spürbaren Marktbereinigung aus, was in erster Linie mit der längeren Stornohaftung zu tun hat.

Der Gedankengang dahinter ist durchaus nachvollziehbar. Angesichts der oftmals negativen Presse, könnten zahlreiche Kunden ihre einmal geschlossene Police wieder zurückgeben bzw. stornieren. Diejenigen Vermittler, deren Beratung zu vielen Kündigungen führt, haben dabei ein Problem. Selbiges gilt auch dann, wenn die Provisionen über längere Zeiträume verteilt werden.

Den Kunden wiederum, kommt die Marktbereinigung zugute. Versicherungsmakler oder Ausschließlichkeitsorganisationen, die exzellente Produkte anbieten, werden auf dem Markt bestehen, sodass das Vertrauen in die Branche wachsen dürfte. Hinzu kommt, dass per Gesetz auch mehr Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand gefordert wird, was ebenfalls den Kunden nutzt und manchen Makler aus der Bahn werfen könnte.

Im Rahmen des Interviews kritisiert Schroeder-Wildberg auch die Lebensversicherer, die nach seiner Ansicht zu großes Augenmerk auf Wertsteigerung gelegt hätten. Das Abfedern von Risiken über ein Kollektiv kommt dadurch zu kurz, wenngleich dies einer der Hauptzwecke einer Lebensversicherung darstellt.

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