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Lebensversicherungen: Reserven künftig für alle Versicherten?

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Dass die Lebensversicherer derzeit zu kämpfen haben, ist allgemein bekannt. Dass immer noch recht attraktive Zinsen fließen ebenfalls. Entsprechend besteht wenig Grund zur Panik, wenn nun die Reserven für Altkunden dem gesamten Kundenkreis zur Verfügung gestellt wird.

Die „Stuttgarter Nachrichten“ widmen sich diesem Thema und sprechen davon, dass Versicherte, die vor 1994 abgeschlossen haben, gegenüber den restlichen Versicherten benachteiligt werden könnten. Hintergrund ist ein Koalitionsbeschluss von 2013, der am 19. Dezember 2014 durch den Bundesrat abgesegnet werden soll.

Sicherlich handelt es sich hier um eine Umverteilung. Dadurch, dass die finanziellen Reserven für Alt- und Neuverträge zusammengeführt, wird den Lebensversicherern aber auch geholfen, dem schwierigen finanziellen Umfeld zu trotzen. Der Grund liegt in einer Stärkung der Rücklagen für Neuverträge und damit einer höheren Attraktivität für Neuabschlüsse. Darüber hinaus zählen die so genannten „Notgroschen“ zum Eigenkapital der Lebensversicherer. Solange das Geld im Rücklagentopf verbleibt und nicht konkret einzelnen Policen zugeordnet wird, muss auch nicht nachgeschossen werden.

Bislang waren die Töpfe für Altverträge und die Rücklagen für Neukunden strikt voneinander getrennt. und auch die Regelungen für die alten und neuen Verträge weichen teilweise voneinander ab.

Noch ist abzuwarten, ob die Neuerung überhaupt in Kraft tritt. Einige Bundesländer haben bereits Widerspruch angekündigt und auch Verbraucherschützer äußern sich kritisch. Seitens des GDV wurde noch nicht Stellung genommen.

 

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