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Lebensversicherungen: Provisionen für Vermittlung künftig begrenzt

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Nach langen Diskussionen stehen die Provisionen für die Vermittlung von Lebensversicherungen nun mit ziemlicher Sicherheit vor der Deckelung. Der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) hatte zuletzt sogar Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit dieses Schrittes angemeldet, was aber offenbar kein Gehör findet.

Wie aus einem Artikel im „Handelsblatt“ hervorgeht, ist die Bundesregierung unzufrieden darüber, dass die Kosten seit Einführung des Lebensversicherungsreformgesetzes zu gering gesunken sind. Ebenfalls wurde mangelnde Transparenz kritisiert. Durch die erwartete Neuregelung könnte die Attraktivität der Lebensversicherung einen gehörigen Schub erhalten.

Fakt ist, dass die Provision bereits mit den ersten Beiträgen zur Versicherung gezahlt wird. Die Folge ist eine geringere Summe, die zum Vermögensaufbau zur Verfügung steht und die sich ohnehin immer schlechter verzinst. Sollte die Provisionsbelastung in den ersten Monaten jedoch niedriger ausfallen, so wirkt sich dies spürbar positiv aus.

Die BaFin hatte bereits vorgeschlagen, dass nur 2,5 Prozent der Beiträge an Versicherungsmakler fließen dürften und weitere 1,5 Prozent an besonders erfolgreiche Vermittler weitergereicht werden, sodass pro Police maximal vier Prozent Provision zu Buche schlagen. Viele Versicherungskonzerne tragen die Lösung offenbar mit, weil so ebenfalls Geld gespart werden kann.

Umgekehrt könnte die Bundesregierung bei den Zinszusatzreserven für eine Entlastung der Versicherer sorgen, während der Höchstrechnungszins unangetastet bleibt.

Die Details der Neuregelungen werden im zweiten Halbjahr 2018 präsentiert. Bis dahin ist also noch ein wenig Zeit, um Änderungen im Detail durchzusetzen.

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