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Lebensversicherungen: politische Unterstützung keineswegs erforderlich

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Die Lebensversicherungsbranche ist seit einigen Jahren in der Krise. Die Zeiten sinkender Garantiezinsen scheinen die Unternehmen jedoch gut wegzustecken. Eine Bilanzanalyse der zwölf prämienstärksten Lebensversicherer Deutschlands offenbart deren große betriebswirtschaftliche Stärke.

Dokumentiert werden die Ergebnisse der Studie in der FAZ. Dort heißt es unter anderem, dass eine politische Unterstützung für die meisten Unternehmen keineswegs erforderlich wäre. Beispiele für erfolgreiches Wirtschaften sind die Axa oder auch die Allianz, die 2013 ihr Kapitalanlagen mit 5,5 Prozent verzinsen konnten.

Ein ähnliches Bild zeigten auch eine Reihe anderer Lebensversicherer. Selbst ältere Verträge mit Garantiezinsen von bis zu vier Prozent können auf diese Weise bedient werden, ohne dass hierdurch ein Verlust entsteht.

Die Ergebnisse der Studie sind allerdings mit ein wenig Vorsicht zu genießen. So wurde das positive Ergebnis auch durch die Veräußerung von Anleihen erreicht. Das so generierte Kapital musste jedoch erneut angelegt werden – und das zu deutlich  unattraktiveren Konditionen. Nichtsdestotrotz wirtschaften die Lebensversicherer auch beim Blick auf das Nettoergebnis noch solide und schaffen vielfach Zinssätze oberhalb der Vier-Prozent-Marke.

Gestiegen ist die Abschlusskostenquote. Hier zeigt sich die geringere Nachfrage, die nicht schnell genug durch eine Senkung der Vertriebskosten kompeniert werden konnte.

Zuguterletzt hat die Studie auch noch Noten für die betriebswirtschaftlichen Kennziffern und die Verbraucherwerte vergeben. Die Allianz erhielt hier ausschließlich sehr gute Bewertungen und auch einige andere Lebensversicherer brachten es noch auf gut. Lediglich Zurich, HDI, Generali und Ergo fallen mit ihrem „ausreichend“ ein wenig aus dem Rahmen.

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