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Lebensversicherungen: Lockschreiben besser nicht beachten

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Es ist schon erstaunlich, mit welcher Energie manche Lebensversicherer auf eine vorzeitige Vertragsauflösung bzw. Kündigung drängen. Mancherorts ist von regelrechten „Lockschreiben“ die Rede, die jedoch besser nicht beachtet werden. Auch Verbraucherschützer warnen vor einer übereilten Annahme der Vorschläge der Versicherer.

Im Focus wird das Thema ausführlich diskutiert. Natürlich fallen die Versicherer in ihren Schreiben nicht mit der sprichwörtlichen „Tür ins Haus“, sondern formulieren ihren Wunsch nach Kündigung der Lebensversicherung etwas geschickter. Ein Beispiel liefert die Gothaer, wo sich der Satz „Vielleicht möchten Sie sich einen größeren Wunsch erfüllen und haben daher zusätzlichen Finanzbedarf?“ findet.

Im nächsten Satz wird der derzeitige Wert der Police präsentiert und zudem findet sich ein einfaches „Rücksendeformular“ in dem Schreiben. Wer dieses unterschreibt, kündigt schlichtweg seine Versicherung und lässt sich damit möglicherweise viele Zinsen durch die Lappen gehen.

Der Versicherer wiegelt derweil ab und teilt mit, dass es seit Jahren Usus sei, der Standmitteilung der Versicherung ein Formular zur Kündigung beizulegen. Offensichtlich herrscht ein Trend zur Kündigung nach Erhalte der entsprechenden Aufstellung über die erreichte Versicherungssumme und die Formulare sollen diesen Schritt lediglich erleichtern. Andererseits wird aber auch darauf hingewiesen, dass eine Kündigung wohlüberlegt sein und das Gespräch mit einem Berater gesucht werden sollte.

Besonders betroffen von den Anschreiben sind Versicherte, deren Policen seit mindestens zwölf Jahren laufen, da die Erträge auf diese Weise steuerfrei werden. Zudem lag der Garantiezins in früheren Jahren bei bis zu vier Prozent, was die Lebensversicherer durchaus in Schieflage bringen kann. Zuletzt wurden die Provisionen bei diesen Policen schon in den ersten Jahren gezahlt, sodass die Versicherungskonzerne keinerlei Vorteile mehr erwirtschaftet.

 

 

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