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Lebensversicherungen: droht das Ende des Garantiezinses?

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Ein Schreckgespenst macht die Runde. Es nennt sich Altersarmut und ist mittlerweile auch in der Versicherungsbranche angekommen. Vor allem die Lebensversicherung hat nach Ansicht einiger Kritiker als Altersvorsorge ausgesorgt und kämpft demnach ums Überleben.

So berichtet unter anderem die „Welt“ über neue Pläne zur Senkung des Garantiezinses. Dieser lag in früheren Jahren bei soliden vier Prozent, wurde dann auf 3,25 Prozent, auf 2,75 Prozent, auf 2,25 Prozent und aktuell auf 1,75 Prozent abgesenkt. Folgt man dem zitierten Artikel, so steht für das kommenden Jahr eine Senkung auf 1,25 Prozent ins Haus, was noch nicht einmal einem Inflationsausgleich entspricht.

Derzeit tagt der Verband der Versicherungsmathematiker, die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) zu diesem Thema und erarbeitet eine Empfehlung für eine neue Zinsgarantie. Angeblich sind dabei 1,25 Prozent im Gespräch, was den Lebensversicherungen deutliche Entlastung verschaffen könnte. Auf der anderen Seite sinkt aber auch die Attraktivität der Produkte. Wohlgemerkt: umgesetzt würde die Regelung sowieso erst ab dem 1. Januar 2015 und gilt dann natürlich nur für Neukunden.

Grund für die fallenden Zinsen ist die sinkenden Umlaufrendite. Deren Bedeutung resultiert daraus, dass die Lebensversicherer bis zu 80 Prozent ihres Kapitals in Anleihen investiert haben.

Was bleibt sind die Überschussbeteiligungen, die allerdings ebenfalls in den letzten Jahren mager ausfielen. Droht also das Ende der Lebensversicherung? Vermutlich nicht, denn schließlich haben sich bereits neue Modelle ohne Garantie und mit höheren Renditechancen etabliert. Es könnte allerdings durchaus sein, dass sich die Ansprüche an eine Lebensversicherung in den kommenden Jahren ändern und das Image als sichere Altersvorsorge ein wenig ins Wanken gerät.

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