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Lebensversicherungen: doch keine Einschnitte zu befürchten

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Gute Nachricht für die vielen Besitzer einer Lebensversicherung. Wie das Handelsblatt berichtet, hat sich der Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat darauf verständigt, keinerlei Einschnitte zu beschließen.

Zuvor war eine Reduzierung der Beteiligung an den Bewertungsreserven geplant, durch die die Lebensversicherer finanziell entlastet worden wären. Insofern wirkt sich die jetzige Entscheidung vorteilhaft für alle bestehenden oder bald auslaufenden Lebensversicherungen aus.

Nichtsdestotrotz möchte der Gesetzgeber der veränderten Situation seit Einführung der Unisex-Tarife Rechnung tragen. Im Einklang mit den Ländern, sollen die freien Rückstellungen der Versicherungen neu geregelt werden. Ziel ist die Schaffung eines besseren Ausgleichs zwischen Alt- und Neukunden.

Vorangegangen war ein Bundestagsbeschluss aus dem November 2012. Dieser war jedoch Mitte Dezember im Bundesrat gescheitert und an den Vermittlungsausschuss verwiesen worden. Die eingesetzte Arbeitsgruppe unter Leitung von Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans (SPD) und Hartmut Koschyk (CSU), Staatssekretär im Bundesfinanzministerium befand die Änderungen offensichtlich für nicht überzeugend.

Bei den Bewertungsreserven geht es um enorme Summen. Laut Wirtschaftswoche um runde 80 Milliarden Euro. In die kontrovers geführte Diskussion hatte sich selbst der Erfinder der gleichnamigen Rente, Bert Rürup, eingemischt und sich für die geplanten Korrekturen ausgesprochen. Laut Rürup ist die Nichtbeachtung ein „eklatanter Verstoß gegen das Prinzip einer intergenerativen Gleichbehandlung“. Genutzt hat es indes nichts. Interessant wird jedoch die Frage, wie eine neue Regelung aussieht. Dass der Gesetzgeber reagieren muss, gilt als Konsens.

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