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Lebensversicherungen: BaFin führt „Stresstest“ durch

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Alles in Ordnung bei den Lebensversicherern? Offensichtlich nur bedingt, wie eine Art „Stresstest“ durch die BaFin dokumentiert. Geprüft wurde die Eigenkapitalquote gemäß den Kriterien von „Solvency II“.

Dokumentiert werden die Testergebnisse unter anderem von der ARD, wo wir erfahren, dass nicht nur Lebensversicherer, sondern auch die Sparten PKV, Rückversicherer sowie Schaden- und Unfallversicherungen auf dem Prüfstand standen. Kriterium war die Solvabilitätskapitalanforderung (SRC), die nach einer Standardformel berechnet wird.

Problematisch wird es dann, wenn sich eine zu hohe Differenz zwischen den eingegangenen Risiken und dem Eigenkapital ergibt. Für diesen Fall fordert die BaFin einen Maßnahmenplan und Angaben zur geplanten Lösung des Problems.

Soweit ist es beim jetzigen Test jedoch nicht gekommen, denn alle Versicherer entsprechen im vollen Umfang den Vorgaben der SRC. Mit anderen Worten sind sämtliche Risiken mit ausreichend Eigenkapital unterfüttert, um notfalls ausgleichen zu können. Nichtsdestotrotz existiert auch ein kleiner Wermutstropfen: aufgrund des niedrigen Zinsniveau haben sich die Quoten vor allem bei den Lebensversicherern deutlich verschlechtert. Und das im Schnitt um 70 Prozentpunkte.

Getestet wurden 84 Lebensversicherer, bei denen die BaFin in 26 Fällen die Übergangsregelungen beachten musste, mit denen der Einstieg in Solvency II bewältigt werden soll. Wäre dies nicht der Fall gewesen, so hätte ein branchenweites Minus in Höhe von 3,5 Milliarden Euro zu Buche geschlagen.

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