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Lebensversicherung: Zinszusatzreserve auf dem Prüfstand

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Die Zinszusatzreserve der Lebensversicherung existiert bereits seit 2011 und ist mittlerweile mit mehr als 20 Milliarden Euro gefüllt. Aufgrund der immer weiter sinkenden Zinsen kommen jedoch einige Versicherer in finanzielle Bedrängnis und können die Geldtöpfe nicht mehr füllen.

Die Wirtschaftswoche widmet sich diesem Thema und erwähnt die neu ins Leben gerufene Arbeitsgruppe der Finanzaufsicht BaFin, die eine Lockerung der Vorschriften überprüft. In der Sprache der Behörde ist in diesem Zusammenhang von einer „Rekalibrierung der Zinszusatzreserve“ die Rede, die möglicherweise in einem langsameren Aufbau der Reserve besteht.

Seitens mancher Branchenvertreter findet die Idee naturgemäß Fürsprecher. Stellvertretend äußerte sich die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) , die sich  „mehr Augenmaß“ und ggf. eine Streckung der Zahlungen über 16 Jahre wünscht. (Aktuare sind meist Versicherungsmathematiker, die in ihren Unternehmen als ausgebildete Sachverständige arbeiten und sowohl Datenanalysen als auch Prognosen erstellen).

Ob und wie sich die Zinszusatzreserve entwickelt, ist derzeit aber noch offen. Tatsache ist, dass noch eine Reihe alter Verträge mit garantierten Zinsen in Höhe von 3,25 Prozent oder mehr existieren. Aktuell liegt der Garantiezins in der Lebensversicherung aber nur bei 1,25 Prozent. Aus diesem Grund haben erste Versicherer nun Policen ohne garantierte Zinszahlungen auf den Markt gebracht und eröffnen sich somit ein neues Geschäftsfeld.

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