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Lebensversicherung: Widerruf auch nach Kündigung möglich

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Wer sich von seiner unrentablen Lebensversicherung trennen möchte, kann diese einerseits kündigen, andererseits jedoch auch widerrufen. Letzteres ist offensichtlich auch dann noch möglich, wenn zuvor eine Kündigung erfolgt ist. Der Vorteil: es wird meist mehr Geld ausgezahlt.

In der Huffington Post wird erläutert, unter welchen Voraussetzungen ein nachträglicher Widerruf erfolgreich ist. Eine der Bedingungen hierfür ist ein Abschluss der Lebensversicherung in den Jahren 1997 bis 2004, der zudem entsprechend des Policenmodells erfolgt sein muss.

Hintergrund für die Neuregelung ist die Widerrufsrechtsreform, die sowohl fehlerhafte Widerrufsbelehrungen als auch eine nicht hinreichende Information über das Widerrufsrecht als Gründe für eine Stornierung der Police ansieht.

Bei einem Widerruf werden dann nahezu sämtliche gezahlte Versicherungsbeiträge inklusive der Zinsen zurückgezahlt, wobei Kapitalertragssteuer, Solidaritätszuschlag und der inkludierte Versicherungsschutz abgezogen werden.

Es ist jedoch dringend anzuraten, die Möglichkeiten eines Widerrufs juristisch zu prüfen und „gegenzurechnen“. In manchen Fällen kann auch eine Beitragsaussetzung oder das Abwarten der Zwölf-Jahres-Frist sinnvoll und lukrativ sein.

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