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Lebensversicherung: was tun bei „Run-Off“?

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Die Lebensversicherung ist und bleibt ein thematischer Dauerbrenner. In den letzten Monaten hat sich die Zahl der so genannten „Run-Offs“ deutlich erhöht. Die Rede ist vom Verkauf kompletter Lebensversicherungssparten an eigens zu diesem Zweck gegründete Abwickler. Das Problem: im Rahmen der Abwicklung sinken die Überschussbeteiligungen meist deutlich.

Wohlgemerkt: zu unterscheiden ist immer noch zwischen dem Garantiezins und der (nicht garantierten) Überschussbeteiligung. Ersterer liegt vor allem bei alten Policen (vor 2004) noch bei satten vier Prozent. Wie auch der Focus schreibt, sollten die entsprechenden Policen möglichst gehalten werden, weil derzeit keinerlei sicheren Produkte existieren, die entsprechend gut abschneiden.Dass die Überschussbeteiligungen generell im Fall begriffen sind, weiß auch die „Welt„. Hier wird sogar vermutet, dass sich dieser mehr und mehr an den Garantiezins von derzeit 0,9 Prozent annähert. Eines der Probleme besteht darin, dass Lebensversicherer eng an das allgemeine Zinsniveau gebunden sind. Um sicher anzulegen, sind Aktien oder auch alternative Anlageformen wie Infrastruktur oder Private Equity weitgehend tabu. Und wer in der heutigen Zeit Staatsanleihen und Co. kauft, muss mit verschwindend geringen Zinsen auskommen.

Der Run-Off betrifft nach Angaben des Bundes der Versicherten (BdV) derzeit rund zwölf Millionen Policen. Zu frühes Kündigen kann jedoch zu Verlusten führen, die unter anderem aus der Vermittlungsprämie und der Risikoprämie für den Todesfallschutz bestehen. Anzudenken sind eine Beitragsfreistellung oder auch der Verkauf an einen Zweitverwerter. Doch ist auch bei diesen Alternativen jede Menge Vorsicht geboten. Am Besten, man wendet sich an einen vertrauensvollen Versicherungsberater und lässt die bestehenden Lebensversicherungen durchrechnen.

 

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