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Lebensversicherung: wann ist ein Widerruf möglich?

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Das Thema Widerruf eines Lebensversicherung ist in den letzten Monaten vielfach diskutiert worden. Für Laien ist oftmals schwer zu ermessen, ob ein entsprechendes Vorgehen erfolgversprechend ist oder nicht. Doch deshalb gleich einen Juristen konsultieren? Anhand einiger Indikatoren lassen sich die Chancen etwas besser einschätzen.

Die Chance auf einen erfolgreichen Widerruf hängt vor allem von Formalia ab. Vor allem zwischen 1994 und 2007 fanden sich viele Formfehler in den Policen, wie von Seiten des Bundesgerichtshofs anerkannt wurde.

Beim so genannten Policenmodell muss eine Widerspruchsbelehrung erfolgt sein. Diese fehlt allerdings auch nur selten und findet sich meist entweder im Versicherungsschein oder im dazugehörigen Anschreiben. Wichtig ist jedoch, dass diese nicht zu unscheinbar auffällt oder gar in einer kleineren Schrift gedruckt wurde. Auch reicht nicht aus, wenn nur ein Satz hervorgehoben wurde.

Ebenfalls zum Thema Widerruf gehört der richtige Hinweis auf die Fristen. Hier darf beispielsweise weder „mit Zugang dieses Schreibens“ noch „mit Zugang der Belehrung“ oder „mit Zugang des Versicherungsscheines“ stehen. Wichtig ist, dass der Hinweis erfolgt, dass die Widerrufsfrist erst dann läuft, wenn der Versicherte den Vertrag in den Händen hält.

Weitere Fehler, die Impulse.de auflistet, sind die unklare Form, eine falsche Frist oder ein eine unklare Wahrung der Frist.

Auch beim Antragsmodell sind immer wieder Fehler entstanden. Hier sollte geprüft werden, ob die Unterlagen stets vollständig waren. Es ist allerdings auch darauf hinzuweisen, dass die Wahrnehmung der eigenen Rechte ohne einen Juristen wenig Aussicht auf Erfolg hat.

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