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Lebensversicherung: Vorteile durch gesenkten Garantiezins?

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Auf den ersten Blick scheint der Fall klar. Wenn eine Lebensversicherung die Garantiezinsen senkt, dann verheißt das nichts Gutes. Es existieren jedoch mittlerweile Experten, die genau darin die Chancen für die Anleger sehen. Schließlich kann bei niedrigen Garantiezinsen mehr Geld in Aktien und andere gewinnträchtige Anlageformen fließen.

Tatsache ist, dass die prognostizierten Ablaufleistungen der wenigsten Lebensversicherungen erreicht werden. Wie der Focus schreibt, ging der Trend in den vergangenen Jahren stets nach unten. So brachte die Einzahlung von 1.200 Euro im Jahr bei einem 30-jährigen Nichtraucher mit 100 Prozent Todesfallleistung von 1993 bis 2004 noch 20.116 Euro, von 2004 bis 2015 jedoch nur noch 17.314 Euro. Gerechnet wurde jeweils eine steuerfreundliche Laufzeit von zwölf Jahren.Bei Versicherungswirtschaft heute findet sich nun ein Artikel, der auf das Institut für Versicherungswirtschaft an der Universität St. Gallen Bezug nimmt. Die dortigen Experten sehen einen Garantiezins von einem Prozent als ideal und halten eine Senkung der Solvenz- und Pricing-Restriktionen für den besten Weg zu mehr Rendite.

Der Vorteil liegt auf der Hand, denn bei geringen Garantiezinsen ist der Spielraum in der Assetallokation höher. Mit anderen Worten: die Versicherer haben freie Hand hinsichtlich der Geldanlage und brauchen nicht so viel zurückzulegen.

Interessant an der Untersuchung der Universität ist der direkte Bezug zu Kunden mit niedriger, mittlerer und hoher Risikoaversion, die nach Ansicht der Wissenschaftler gleichermaßen profitieren. Der Garantiezins fungiert dabei als Schutz vor Totalverlust (Downsideschutz), gibt aber den Raum für solide Renditen.

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