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Lebensversicherung: Vorsicht vor nachträglichen Widerspruchsinformationen

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Wer eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, kann diese bekanntlich noch im Nachhinein abwickeln. Der Grund liegt in den teilweise fehlerhaften Widerspruchsinformationen, die eine Rückabwicklung möglich machen.

Seitens der Versicherungsgesellschaften wird diese Praxis naturgemäß nicht gern gesehen und hat in der Vergangenheit immer wieder zu rechtlichen Auseinandersetzungen geführt. Wallstreet Online berichtet nun über eine neue „Masche“ der Versicherungen, die noch im Nachhinein eine neue Widerspruchsinformation senden.

Experten zufolge, handelt es sich um eine Nachbelehrung, die eine neue Widerspruchsfrist von 14 Tagen einleitet. Wird diese Frist jedoch nicht genutzt, so verfällt auch die Möglichkeit einer Rückabwicklung. Hintergrund ist, dass die Versicherungen nun darauf hinweisen können, dass eine ordnungsgemäße Belehrung stattgefunden hat.

Besonderes Augenmerk auf das Thema sollten Kunden der Nürnberger Versicherung legen. Diese Gesellschaft verschickt derzeit zahlreiche Nachbelehrungen und setzt ihre Versicherten dadurch unter Zugzwang. Es kann sich also lohnen, schon jetzt zu prüfen, ob sich eine Rückabwicklung lohnt oder die Versicherung beibehalten wird.

Lohnenswert ist die Rückabwicklung dann, wenn ohnehin eine Kündigung geplant ist oder bereits in den vergangenen Jahren gekündigt wurde. Fakt ist, dass der dann fließende Betrag der Versicherungen fast immer höher ausfällt als bei einer regulären Kündigung. Abgezogen werden dürfen nur der Todesfallschutz oder die BU-Komponenten, sofern diese vorhanden ist. Kein Abzug erfolgt jedoch für den Vertrieb und die Verwaltung der Policen.

 

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