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Lebensversicherung: Vorsicht vor doppelten Abschlusskosten

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Wer eine Kapitallebens- oder eine private Rentenversicherung abschließt, kann eventuelle Abschlusskosten auf fünf Jahre verteilen. Zudem liegt der maximale Betrag bei 2,5 Prozent. Nichtsdestotrotz kassieren manche Versicherer doppelt, was nicht rechtens ist.

n-tv.de hat zu diesem Thema nachgeforscht und zitiert aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Köln (OLG). Unter dem Az.: 20 U 201/15 wurde namentlich der HDI untersagt, mit zweierlei Abschlusskosten für Lebens- und Rentenversicherungen zu arbeiten. Geklagt hatten der Bund der Versicherten und die Verbraucherzentrale Hamburg und ermangelst Einspruchs seitens des Versicherers ist das Urteil auch schon rechtskräftig.

Bis ins Jahr 2015 durften die Abschlusskosten noch bei vier Prozent der eingezahlten Prämie liegen, wurden jedoch durch den Gesetzgeber abgesenkt. Manche Lebensversicherer zeigten sich in diesem Kontext kreativ und erfanden kurzerhand weitere Kosten, die den Versicherten aufgebürdet wurden. Dass ausschließlich die so genannte „Zillmerung“, also die Verteilung auf mindestens fünf Jahre, erlaubt ist, ist nun geltendes Recht.

Die vzhh (Verbraucherzentrale Hamburg) weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass es keine Rolle spielt, ob ein Vertrag noch läuft, beitragsfrei gestellt, übertragen oder gekündigt wurde – die Versicherer sind im Falle einer Falschberechnung zur Nachzahlung verpflichtet.

Ob ein Vertrag betroffen ist oder nicht, lässt sich anhand bestimmter Textbausteine in den Tarifbestimmungen feststellen, die sich auf der Webseite der vzhh nachlesen lassen.

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