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Lebensversicherung: Vorsicht bei Wechsel der Garantiefonds

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Die Probleme rund um Lebensversicherungen reißen nicht ab. Aktuell bergen vor allem Fondspolicen erhebliche Risiken, da die dahinter stehenden Garantiefonds kurzerhand aufgelöst werden. Vor allem die Deutsche Asset Management International, die Fondstochter der Deutschen Bank, löst 17 Fonds aus dem Bereich DWS-Flex-Pension auf und gibt damit rund fünf Milliarden Euro frei.

Wie der Focus berichtet, bedeutet diese Auflösung eine geringere Sicherheit bei all den Lebens- und Rentenversicherungen, die in die entsprechenden Fonds investiert haben. Beispiele sind Lebensversicherungen der AachenerMünchener oder teilweise auch der WWK.

Natürlich besteht für die Kunden der Lebensversicherungen nun die Möglichkeit, einen neuen Fonds auszuwählen oder damit die Versicherungsgesellschaft zu beauftragen. In letzterem Fall ist jedoch Vorsicht geboten, denn meist wird entsprechend der AGB nach einem „möglichst gleichwertigen“ Fonds gesucht, was großen Interpretationsspielraum lässt. Viele Versicherer sorgen laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg dafür, dass der Wechsel in deutlich riskantere Produkte erfolgt und es sich teilweise auch nicht mehr um Garantiefonds handelt.

Mit anderen Worten kann die Rendite zwar theoretisch höher ausfallen, doch wird hierfür ein teurer Preis in puncto Risiken gezahlt. Hinzu kommt, dass die neuen Fonds in den meisten Fällen mit höheren Gebühren belegt sind. Die DWS Flex-Pension kostete beispielsweise 1,15 Prozent im Jahr, die neuen Fonds bei WWK und AachenerMünchener schlagen in diesem Bereich mit bis zu 1,93 Prozent zu Buche, worüber kein expliziter Hinweis erfolgt.

Ebensowenig wird ausreichendes Infomaterial zu den neuen Fonds gesendet, weshalb sich Verbraucher selbst informieren müssen.

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