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Lebensversicherung: Versicherungsgesellschaft mit Abrechnungsfehler

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Sinn und Unsinn einer Lebensversicherung wird bekanntlich aus verschiedenen Perspektiven diskutiert. Für neuen Zündstoff sorgt derzeit die so genannte „Ergo-Panne“. Gemeint ist die Falschberechnung von rund 350.000 Lebensversicherungsverträgen durch den Anbieter Ergo.

Die Hintergründe werden unter anderem in der Berliner Morgenpost erläutert. So musste die Ergo die Bescheide ihrer Kunden nachträglich korrigieren und ist derzeit noch mit der Aufarbeitung beschäftigt. Bei den falschen Bescheiden wurden sowohl zu hohe als auch zu niedrige Summen angesetzt, d.h. es handelte sich keineswegs um eine reine Benachteiligung der Lebensversicherungs-Kunden.

Des Weiteren sind sowohl Verträge mit beendeter Laufzeit als auch laufende Policen von der Problematik betroffen. Eine Bezifferung des Gesamtschadens steht derzeit noch aus.

Als Grund für die Falschberechnung wurden Probleme mit der Computersoftware angegeben. Hinzu kommt, dass die Komplexität der Berechnung aufgrund diverser Gesetzesänderungen und Neuformulierungen stetig ansteigt. Zuletzt weist die Ergo auch noch darauf hin, dass sowohl die Hamburg-Mannheimer als auch die Victoria Lebensversicherung integriert werden mussten und teilweise IT-Technik von vor 50 Jahren oder auch aus den 1990er Jahren genutzt wird.

Grundsätzlich könnte das Problem nach Angaben des Bundes der Versicherten auch andere Versicherungsgesellschaften betreffen. Der GDV vermeldet jedoch, dass derzeit „keine Kenntnis von systembedingten Berechnungsproblemen“ vorliegt.

Man darf gespannt sein, ob sich die vielerorts aufgestellte Forderung nach mehr Transparenz vor dem Hintergrund solcher Pannen besser durchsetzen lässt.

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