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Lebensversicherung: Rückabwicklung teilweise fragwürdig

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Dass sich Lebensversicherungen rückabwickeln lassen, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. Hintergrund sind die zwischen 1995 und 2007 oftmals fehlenden oder fehlerhaften Belehrungen über Widerrufsrechte. Das Urteil des BGH aus dem Jahr 2015 hat jedoch offensichtlich jede Menge unseriöse Dienstleister auf den Plan gerufen.

Der Deutschlandfunk widmet sich diesem Thema und berichtet über Firmen, die regelrechte „Rundum-Sorglos-Pakete“ bieten. Das Problem: die gegebenen Versprechen werden meist nicht gehalten und am Ende muss der Verbraucher ordentlich draufzahlen.

Der „Marktwächter Finanzen“, ein Gemeinschaftsprojekt der Verbraucherzentralen hat in der letzten Zeit wieder verstärkt Beschwerden registriert. Was als „Rundum-Service“ angepriesen wird, besteht in den meisten Fällen lediglich in der kostenpflichtigen Vermittlung eines Anwalts. Und den findet ein interessierter Mandant problemlos selbst.

Darüber hinaus werden die Erfolgsaussichten im Vorfeld einer rechtlichen Auseinandersetzung nicht geprüft, sondern direkt pauschal formulierte Schreiben an die Versicherungen versendet. Die Anwaltsgebühren für diese Musterschreiben sind meist zu hoch angesetzt, sodass vor allem die Dienstleister profitieren.

Hinzu kommen Erfolgsbeteiligungen, die sich auf bis zu 50 Prozent des aus der Rückabwicklung erhaltenen Geldes belaufen. Rechnet man nun noch die Anwaltskosten hinzu, so steht am Ende vielfach ein Verlustgeschäft.

Besser ist eine Beratung bei einer Verbraucherzentrale, die zu einem vergleichsweise moderaten Preis zu haben ist und größere Chancen auf Seriösität bietet.

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