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Lebensversicherung: Berechnungen oftmals intransparent

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Das verstehe, wer will. Im Bereich „Lebensversicherung“ gibt es offensichtlich nur wenige Menschen, die die Modalitäten der Abrechnung genau durchblicken. Entsprechend existieren eine Fülle von Tücken und Fallstricken, die es zu beachten gilt.

Die Süddeutsche Zeitung traut sich an dieses sperrige Thema und weist beispielsweise darauf hin, dass zum garantierten Zins in Höhe von 1,25 Prozent auch noch die Beteiligung an den Überschüssen kommt. Bereits hier ist Vorsicht geboten, denn es handelt sich hierbei nur um den Sparanteil abzüglich zehn bis20 Prozent Vertriebs- und Verwaltungsgebühren.

Im Rahmen des Lebensversicherungsreformgesetzes wurde zwar die Effektivkostenquote eingeführt, mit denen der „Overhead“ der einzelnen Policen verglichen werden kann. Es existieren allerdings keine genauen Vorgaben, wie diese Quote errechnet wird, weswegen die Anbieter unterschiedliche Methoden wählen. Transparenz ist hier noch nicht in Sicht.

So stellt sich heraus, dass auch der Ort, an der die Effektivkostenquote untergebracht wird, variiert. Manche Versicherer bringen die Information direkt im Produktinformationsblatt unter, andere wählen jeweils unterschiedliche Stellen in den Vertragsunterlagen.

Ebenfalls irreführend kann die Angabe in Prozent sein, wenn eigentlich Prozentpunkte gefragt sind. Beträgt eine Rendite fünf Prozent und bei Einrechnung der Kosten nur noch 3,5 Prozent, so bedeutet dies eine Minderung um rund 30 Prozent und eben nicht nur um 1,5 Prozent. Ein Aspekt, den viele Laien außer Acht lassen.

Zuguterletzt wird die Quote im Detail immer unterschiedlich berechnet, eine Kalkulation mal auf Basis von Jahres- mal auf monatlichen Zahlungen durchgeführt. Konkrete Vorgaben werden hier für 2017 erwartet und sollen dann von der neu gegründeten Produktinformationsstelle Altersvorsorge stammen.

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