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Lebensversicherung: Impulse der Politik gefordert

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Im Rahmen der Vorstellung der Zahlen des Geschäftsjahres 2017 hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) „neue Impulse“ von Seiten der Politik gefordert. Das ist umso erstaunlicher, als die Branche durchaus stabil aufgestellt zu sein scheint.

Procontra greift das Thema auf und berichtet darüber, dass die Gesamteinnahmen der Versicherer im Jahr 2017 bei 197,7 Milliarden Euro lagen. Das „Sorgenkind“ ist und bleibt dabei die Lebensversicherung, die – wie erwartet – einen Beitragsrückgang verzeichnen musste. Gemessen an der Prognose von minus 0,5 Prozent fallen die minus 0,1 Prozent jedoch merklich geringer aus.

Auch beim Neugeschäft büßte die Lebensversicherung ein. 5,2 Milliarden Euro entsprechen einem Rückgang in Höhe von 4,6 Prozent. Treibende Kraft in negativer Hinsicht waren die Policen gegen Einmalzahlung mit Einbußen in Höhe von 26,1 Millionen Euro. Die Stornoquote blieb mit 2,8 Prozent stabil.

Was sich ebenfalls zeigte war ein Zuwachs bei Produkten mit alternativen Garantien, die nach und nach die klassischen Lebensversicherungen zu verdrängen scheinen. Des Weiteren legte die betriebliche Altersvorsorge um 1,9 Prozent zu und entwickelt sich zu einem weiteren Zugpferd.

Aufhorchen ließ die Forderung des GDV-Präsidenten Wolfgang Weiler, der mit dem folgenden Satz zitiert wird:

Mit Blick auf die niedrigen Zinsen und die demografische Entwicklung benötigen wir für die weitere Verbreitung der Altersvorsorge jedoch neue Impulse aus unserer Branche und der Politik.

In diesem Jahr steht sowohl die Evaluierung des Lebensversicherungsreformgesetzes (LVRG) als auch die „Komplettbewertung der Versicherungslandschaft“  durch den Finanzausschuss des Bundestags an. Ob eine solche Forderung vor diesem Hintergrund clever ist, sei dahingestellt …

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