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Lebensversicherung: Hochzins-Policen werden verkauft

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Einen Verlust im niedrigen dreistelligen Millionenbereich. Den vermeldet die Allianz, die sich von rund 80.000 Lebensversicherungs-Policen getrennt hat. Die Versicherungen wurden zum symbolischen Preis von einem Taiwan-Dollar an die Taiwan Life Insurance, eine Tochter der mächtigen CTBC, verschoben.

Wie es im Manager Magazin heißt, handelt es sich bereits um den zweiten derartigen Verkauf in jüngster Vergangenheit. Zuvor war ein Bündel an Policen an den chinesischen Versicherer Anbang gegangen, wobei der Verlust bei diesem Geschäft offensichtlich noch höher ausfiel.

Der Grund für die zunehmenden Portfolio-Verkäufe in der Branche sind die Regularien von Solvency II. Seitdem die Kapitalregeln für europäische Versicherer noch einmal verschärft wurden, wird einfach zu viel Geld gebunden. Allein die jetzt verkauften Versicherungen banden 1,2 Milliarden Euro an Deckungsrückstellungen und hätten vermutlich mittelfristig zu noch höheren Verlusten geführt.

Seitens der Allianz heißt es, dass der Verkauf im Einklang mit der neuen Strategie eher auf „kapitaleffizientere und (…) fondsgebundene Produkte“ zu setzen, erfolgte. Dennoch möchte die Allianz zumindest in Taiwan im Markt für Lebensversicherungen aktiv bleiben.

Wohlgemerkt: es handelt sich bei den Policen nicht um die Versicherungen europäischer oder deutscher Kunden, sondern um Bestände aus den jeweiligen Ländern.

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