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Lebensversicherung: Geändertes Versicherungsaufsichtsgesetz für sinkende Provisionen?

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Sinken bald die Provisionen in der Lebensversicherung? Diese Frage wird angesichts einer möglicherweise geplanten Änderung des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) diskutiert. Mancherorts ist sogar von einem „versteckten“ Provisionsdeckel durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Rede.

Näheres weiß der Versicherungsbote, wo das Thema aufgegriffen wird. Mit dem Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) von 2014 wurden die Abschlusskosten in der Lebensversicherung schon einmal gesenkt. Beim so genannten Zillmern dürfen nun nur noch 2,5 anstelle der zuvor geltenden vier Prozent als Vertriebs- und Abschlusskosten geltend gemacht werden.

Sowohl seitens der Versicherungsaufsicht als auch in verschiedenen politischen Kreisen hält man die Provisionen allerdings immer noch für zu hoch. Offensichtlich haben Beamte der BaFin im Rahmen eines Treffens mit Finanzverbänden die Meinung vertreten, dass Provisionen nicht übermäßig hoch ausfallen dürfen.

Daran anknüpfend existieren nun Gerüchte über eine Änderung von §48a des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG). Die Deckelung könnte sogar durch ein Rundschreiben erreicht werden, was auch der Ankündigung aus der Jahrespressekonferenz der BaFin am 9. Mai entspräche. Seinerzeit hieß es, dass „mit dem IDD-Umsetzungsgesetz auch Provisionszahlungen ’neu [zu] bewerten‘ seien„.

Ob das Produkt Lebensversicherung durch geringere Provisionen attraktiver wird, sei dahingestellt. Zwar ließe sich einerseits so argumentieren, dass mehr Geld für die Versicherten übrig bleibt. Auf der anderen Seite nehmen mehr und mehr Versicherungsunternehmen von der klassischen Lebensversicherung Abschied. Dieser Prozess könnte durch mangelnde Attraktivität für Vermittler noch beschleunigt werden.

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