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Lebensversicherung: Garantiezinsen bleiben erhalten

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Ist das überhaupt eine Meldung wert? Die Frage kann sich angesichts der derzeit doch recht mageren Garantiezinsen in Höhe von nur noch 1,25 Prozent durchaus stellen. Eine Abschaffung stand eine Weile im Raum, wird nun jedoch doch nicht erfolgen.

Wie die „Welt“ berichtet, hat die Bundesregierung „in letzter Minute“ eine Weiterführung beschlossen und hält damit trotz des anhaltend niedrigen Zinsniveaus am derzeitigen Stand der Rahmengesetzgebung fest. Noch, könnte man sagen, denn im Zuge der Bewertung des Lebensversicherungsreformgesetzes 2018 soll auch der Garantiezins wieder auf den Prüfstand kommen.

Darüber hinaus wird überlegt, ob der Zinssatz ab dem 1. Januar 2017 noch einmal gesenkt werden muss. Gegen eine Abschaffung des Höchstrechnungszinses war vor allem die Union sowie die Versicherungsbranche. Hintergrund der Regelung ist genau genommen der Verbraucherschutz, denn offiziell handelt es sich um die maximale Zinszusage, die ein Versicherer seinen Kunden geben kann.

Mit mangelnder Notwendigkeit wurde vor allem vor dem Hintergrund der europäischen Rahmengesetzgebung und den strengeren Eigenkapitalvorschriften (Solvency II) für Versicherungen argumentiert. Gemäß dieser Regelung müssen Versicherungen lebenslange Garantien deutlich stärker mit Eigenkapital unterlegen und somit ihre Garantiezinsen absichern.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sieht in einer Beibehaltung, wie sie jetzt beschlossen wurde, eine gute Möglichkeit, um erst einmal Erfahrungen mit Solvency II zu sammeln und diese zu implementieren. Erst danach soll über weitergehende Änderungen der Rahmenbedingungen nachgedacht werden.

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