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Lebensversicherung: Garantiezins soll konstant bleiben

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Manche Experten sehen die klassische Lebensversicherung bereits als Auslaufmodell. Nun scheint aber zumindest festzustehen, dass der Garantiezins von derzeit 0,9 Prozent nicht  noch weiter in den Keller geht. Wohlgemerkt: es handelt sich bislang lediglich um Empfehlungen von Versicherungsmathematikern.

Das Handelsblatt informiert über dieses Thema und nimmt dabei auf die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) Bezug. Diese ist der Auffassung, dass die Garantiezinsen zu Beginn des Jahres 2018 konstant bleiben sollten und nicht noch weiter in den Keller fallen dürfen.

Bei den Aktuaren handelt es sich um eine Vertretung der Versicherungsmathematiker, deren Empfehlungen durchaus Beachtung finden. Die Entscheidung über die Festlegung des Garantiezinses trifft jedoch das Bundesfinanzministerium, wenngleich die DAV die grundlegenden Berechnungen durchführt und die Aufsichtsbehörde BaFin die Empfehlungen ausspricht.

Erst zum 1. Januar 2017 war der Höchstrechnungszins auf 0,9 Prozent gesenkt worden. Bedenkt man, dass lange Jahre vier Prozent als Richtwert galten, so spiegelt der jetzige Wert eindrucksvoll das derzeitige Zinstief wider. Hintergrund für die Senkung war sicherlich auch die reine Gültigkeit für Neuverträge. Mit anderen Worten müssen Versicherer in einem Niedrigzinsumfeld ausreichend Geld erwirtschaften, um die alten Policen mit deutlich höheren Garantiezinsen zu bedienen.

Die jetzige Empfehlung einer Beibehaltung trägt dem Durchschnittswert der Renditen von europäischen Staatsanleihen mit höchster Kreditwürdigkeit Rechnung. Seitens der Bundesregierung sollte der Garantiezins sogar schon abgeschafft werden, doch sehen die Aktuare für die kommenden 15 Jahre  durchaus Argumente für eine Beibehaltung. Erst danach kann noch vorsichtiger gerechnet werden.

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