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Lebensversicherung: erneute Senkung des Garantiezinses im Gespräch

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Droht der Lebensversicherung eine erneute Senkung des Garantiezinses? Angesichts der gerade erst erfolgten Änderung von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent erscheint diese Frage wie Panikmache. Und ist doch berechtigt.

Stellvertretend für die Diskussion sei das „Handelsblatt“ genannt. Hier erfahren wir, dass sich in der kommenden Woche Versicherungsmathematiker über die Entwicklung des Garantiezinses beraten. Wichtige Faktoren sind dabei auch die Renditen von Staatsanleihen, die sich ebenfalls im Keller befinden. Je nachdem, welche Empfehlung die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) ausspricht, kann das Bundesfinanzministerium die Garantiezinsen noch einmal anpassen.

Eine weitere Senkung könnte die Branche vor erhebliche Probleme stellen. Unterhalb von einem Prozent wird es bereits schwierig, die einmal eingezahlten Beiträge wieder auszuzahlen. Von der Inflation ganz zu schweigen. Experten halten eine weitere Senkung erst 2017 für realistisch, doch existieren auch pessimistische Stimmen.

Wohlgemerkt: der Garantiezins allein entscheidet nicht über die Rentabilität einer Lebensversicherung. In der Praxis kommen immer auch Überschussbeteiligungen hinzu, die eine durchschnittliche Verzinsung von 3,4 Prozent bzw. 3,16 Prozent für 2015 ergeben. Anders ausgedrückt erreicht die Lebensversicherung immer noch deutlich bessere Werte als Festgeld oder ein Sparbuch.

Hinzu kommt, dass mehr und mehr Versicherer neue Produkte anbieten, bei denen keine Garantiezinsen mehr gegeben werden. Anstelle dessen, wird – bei etwas erhöhtem Risiko – auf die Chancen am Kapital- und Aktienmarkt gesetzt. Der Erhalt der eingezahlten Beiträge und eine Mindestrente werden natürlich immer noch garantiert.

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