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Lebensversicherung: Ergo verzichtet auf Garantiezins

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Mit der Ergo-Versicherung hat sich ein weiterer „Big Player“ aus dem Geschäft mit Lebensversicherungen und Garantiezins zurückgezogen. Nach Ansicht eines großen Magazins, zieht die Nummer fünf auf dem deutschen Markt damit die „Notbremse“.

So schreibt der Focus darüber, dass auch die Ergo, so wie alle anderen Lebensversicherer, mit dem anhaltend niedrigen Zinsniveau und den strikten Vorgaben für die Geldanlage kämpft. Es handelt sich um einen der ersten großen deutschen Anbieter, die komplett auf Garantiezins verzichten, was bald Nachahmer finden könnte.

Konkret bedeutet dies natürlich nicht, dass das komplette Lebensversicherungsgeschäft zum Erliegen kommt, sondern eine Anpassung des Geschäftsmodells. Die Sparanteile der Neuverträge werden nur noch dann verzinst, wenn entsprechende Gewinne erwirtschaftet werden – eine Garantie besteht nicht mehr. Dadurch, dass die Lebensversicherer vor allem in Fonds investieren, wird das Risiko von Kursschwankungen oder einer Verschlechterung künftig auf den Kunden übertragen.

Auf der anderen Seite gelten die Erfolgsaussichten der neuen Police als deutlich besser als bei aktuelle abgeschlossenen Versicherungen nach herkömmlichem Modell. Einen Garantiezins zahlt die Ergo übrigens noch, wenn eine Sofort-Rente mit Einlagen von mehreren zehntausend Euro abgeschlossen wird.

Vor der Ergo hatten auch schon die Zurich und Generali die Garantiezinsen bei der Lebensversicherung abgeschafft. Andere Versicherer lassen derzeit die unterschiedlichen Modelle nebeneinander laufen.

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