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Lebensversicherung: der Handel mit den Policen

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Noch sind zumindest ältere Lebensversicherung eine vermeintlich attraktive Altersvorsorge. Da jedoch angesichts der niedrigen Zinsen so gut wie kein Neugeschäft zu erwarten ist, verkaufen viele Versicherer die geschlossenen Verträge an Finanzinvestoren weiter.

In der Wirtschaftswoche wird darüber berichtet, dass beispielsweise die Basler Leben Schweiz ein Kontingent von 120.000 Verträgen sowie 1,8 Milliarden Euro Kapitalanlagen ihrer Kunden an die Frankfurter Lebensversicherung verkaufen möchte. Darüber hinaus sollen 85 Mitarbeiter den Arbeitsplatz wechseln, sofern die BaFin grünes Licht gibt.

Hinter der Frankfurter Leben steht der Fonds Taunus Insurance Opportunities SCS aus Luxemburg, der wiederum vom chinesischen Unternehmen Fosun und der BHF-Bank budgetiert wird. Auch für die Zukunft sind Übernahmen von Lebensversicherungen geplant und wie es in dem Artikel heißt, bieten bereits mehrere kleine und mittlere Versicherer Verträge an.

Besonders betroffen sind die Riester-Policen, die die Bilanzen der Unternehmen beschweren, doch wiegelt die BaFin noch ab und spricht über „weniger als eine Handvoll“ aktueller Anträge auf Übernahmen. Eine Zahl, die nach Ansicht vieler Experten deutlich ansteigen könnte.

Hinzu kommt, dass immer weniger Lebensversicherer auf dem Markt sind. Waren es 2007 noch 100 Unternehmen, so ist die Zahl auf derzeit 84 geschrumpft.

Was das für die Versicherten heißt, ist klar. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Gutschrift von mindestens 90 Prozent des Verdienstes an Kunden. In früheren Zeiten lagen die Gutschriften sogar noch höher, um Kunden zu halten bzw. zu binden. Ein Finanzinvestor hat dieses Interesse nicht und dürfte daher geringere Überschüsse ausschütten.

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