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Lebensversicherung: Bezugsrecht eindeutig regeln

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Wer eine Lebensversicherung abgeschlossen hat, sollte unbedingt das Bezugsrecht genau formulieren. Anderenfalls drohen den Erben im Todesfall rechtliche Auseinandersetzungen, da die gesetzliche Erbfolge nicht immer eins zu eins auf die Policen anwendbar ist.

Im Versicherungsbote wird das Thema in übersichtlicher Weise präsentiert. Dort heißt es, dass das Bezugsrecht die Person bezeichnet, die bei Eintreten des Versicherungsfalles die Versicherungssumme erhalten soll. Hier sollte konkret der Name der Person inklusive Geburtsdatum genannt werden, um Missverständnisse auszuräumen.

Der „Klassiker“ in diesem Kontext ist beispielsweise eine Verfügung, die auf „meine Ehefrau“ lautet. Heiratet der Versicherte erneut, so stellt sich die Frage, wer damit gemeint ist. Ebenfalls problematisch kann es sein, wenn die Formulierung auf „die gesetzlichen Erben“ gemünzt ist, weil dann erst ein Urteil des Nachlassgerichts erforderlich wird.

Zudem ist zwischen widerruflichen und unwiderruflichem Bezugsrecht zu unterscheiden. Diese Spitzfindigkeit ist vor allem deshalb entscheidend, weil es im letzten Fall einer Einwilligung in die Änderung des Bezugsrechts bedarf, die ein Ex-Partner ggf. nicht zu geben bereit ist.

Zudem zeigen sich Unterschiede bei einem zweifachen Todesfall von Versichertem und Bezugsberechtigtem. Bei widerruflichen Bezugsrecht wird die Versicherungsleistung dem Nachlass des Verstorbenen also dem Versicherten zugeschrieben, während bei unwiderruflichem Bezugsrecht die Erben des Bezugsberechtigten einspringen. Ein kleiner Unterschied, der jedoch eine Menge Geld bedeuten kann …

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