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Lebensversicherung: Altverträge fast immer attraktiv

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Auch auf die Gefahr hin, dass wir dieses Thema schon einmal diskutiert haben: im Bereich Lebensversicherung zeigt sich immer wieder, dass die Altverträge keinesfalls gekündigt werden sollten. Das wird einmal mehr durch einen detaillierten Artikel im „Spiegel“ unterstrichen.

Der Autor zieht dabei bewusst eine Grenze zwischen den Verträgen, die vor 2004 abgeschlossen wurden und späteren Policen. Stammt eine klassische Lebensversicherung beispielsweise aus dem Jahr 2000, so werden Zinsen in Höhe von vier Prozent garantiert. Hinzu kommen oftmals noch satte Überschüsse.

Daraus folgt, dass es auch Sinn macht, wenn diese Verträge weiterhin durch monatliche Zahlungen bedient werden. Eine so sichere Alternative zu diesen Zinssätzen ist derzeit nirgends in Sicht und zu den soliden Renditen kommen auch noch steuerliche Vorteile zum Zeitpunkt der Auszahlung.

Die Konstruktion dieser Policen war von vornherein auf Langfristigkeit angelegt. Gleich zu Beginn wurden die Provisionen eingezogen, sodass einige Versicherungskonten während der ersten Jahre sogar ein Minus aufwiesen.

Mittlerweile lautet die Faustformel, dass beispielsweise ein Riester-Vertrag, der im Jahr 2002 abgeschlossen wurde eine rund doppelt so hohe Rendite abwirft wie ein entsprechendes Pendant, das heute unterschrieben wird.

Als Alternative zur Kündigung werden gleich vier Möglichkeiten genannt. So lassen sich Lebensversicherungen direkt verkaufen, beleihen oder es lässt sich ein Verkauf mit einer Rückkaufoption versehen. Zuguterletzt ist in manchen Fällen auch eine komplette Rückabwicklung möglich, wobei dies meist nur bei Verträgen ab 2004 gilt und diese zudem eine fehlerhafte Widerrufsklausel aufweisen müssen.

Wichtig ist aber bei alledem, dass man sich ein wenig mit dem Thema Lebensversicherung vertraut macht und jede Entscheidung sorgfältig prüft bzw. mit einem Versicherungsberater bespricht.

 

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