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Lebensversicherung: Aktuare fordern kürzere Garantien

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Dass die Garantiezinsen in der Lebensversicherung immer weiter sinken, ist hinlänglich bekannt. Manche Versicherer haben sich bereits aus dem klassischen Geschäft verabschiedet und bieten nur noch Policen ohne Garantien. Dabei sehen die Aktuare der einzelnen Unternehmen durchaus Alternativen.

Da die Garantien vor allem in Deutschland als integraler Bestandteil einer funktionierenden Altersvorsorge angesehen werden, sollten diese nicht ganz abgeschafft, sondern lediglich zeitlich begrenzt werden. Das schreibt der Versicherungsbote und nimmt dabei auf ein Interview mit Dr. Wilhelm Schneemeier, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. (DAV) Bezug.

Die Möglichkeit, die Garantien beispielsweise nur für eine Laufzeit von 15 Jahren zuzusagen, würde die Lebensversicherung deutlich stärken. Hinzu kommt, dass sich der Kapitalmarkt über diese Zeitspanne besser einschätzen lässt und entsprechend geringere Risiken für die Versicherer bestehen.

Die grundsätzliche Akzeptanz derartiger Policen wurde bereits in einer Umfrage von TNS Infratest abgefragt. 1.400 Bürgerinnen und Bürger im Alter zwischen 18 und 65 Jahren lehnten mehrheitlich die risikoreicheren flexiblen Policen ab oder kannten diese noch nicht einmal. Eine andere Umfrage zeigte zudem, dass als Anlageform nachwievor das Sparbuch und das Eigenheim genutzt werden.

Würde jedoch eine „Basisgarantie“ in der Lebensversicherung geboten, die einen Inflationsausgleich beinhaltet, so ließe sich an den alljährlich erwirtschafteten Überschüssen durchaus verdienen. Entsprechend ist es wohl nur eine Frage der Zeit, bis entsprechende Produkte auf den Markt kommen, denn erste Gespräche mit der BaFin laufen bereits.

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