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Lebensversicherung: Abmahnungen wegen Umgangs mit Altverträgen

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Wer noch eine alte Lebensversicherung mit Garantiezinsen in Höhe von bis zu vier Prozent in seinem Besitz hat, kann sich in der heutigen Zeit glücklich schätzen. „Leidtragende“ sind in diesem Fall die Versicherungen, da diese erhebliche Probleme mit dem Bedienen der der Zinszusagen haben.

Manche Unternehmen behelfen sich nun damit, ihre Versicherten anzuschreiben und diese zu einer Kündigung zu bewegen. n-tv.de greift das Thema auf und berichtet über Abmahnungen durch die Verbraucherzentrale Bundesverband. Konkret betroffen war die Neue Leben Lebensversicherungs AG.

Der Versicherer hatte seine Kunden mit Altverträgen angeschrieben und diese darauf hingewiesen, dass der Vertrag nun steuerfrei ausgezahlt werden könne. Dies betraf sowohl die klassische Kapitallebensversicherung als auch Riester-Verträge und fondsgebundene Policen. Das Problem war jedoch, dass keinerlei Hinweis auf das gleichzeitige Erlöschen des Versicherungsschutzes erfolgte und damit gegen die Beratungspflicht verstoßen wurde.

Der Versicherer verteidigte sich damit, dass mehr und mehr Kunden Fragen zur Flexibilität ihrer Versicherungsverträge gestellt hätten und daher in einem Rundschreiben über die Möglichkeiten einer Vertragsbeendigung hingewiesen wurde. Das mag grundsätzlich stimmen, doch gerade bei den Altverträgen liegt die steuerfreie Möglichkeit der Auszahlung bereits seit vielen Jahren vor und ist damit keine Neuerung, die mitgeteilt werden muss.

Mittlerweile liegen die Garantiezinsen nur noch bei 1,25 Prozent und sinken mit Beginn des kommenden Jahres auf 0,9 Prozent. Entsprechend attraktiv sind die alten Verträge, die daher tunlichst behalten werden sollten.

 

 

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