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Lebensversicherung: 2017 durchschnittlich 2,6 Prozent Rendite

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Auch im kommenden Jahr dürfte sich die Lebensversicherung als renditestark erweisen. Im Schnitt rechnen die Versicherungsgesellschaften mit 2,6 Prozent für das Jahr 2017. Die Zahl schließt jedoch auch die Altverträge mit ihren lukrativen Garantiezinsen mit ein.

So nimmt es nicht wunder, dass der Tagesspiegel explizit darauf hinweist, dass für die klassische Lebensversicherung „kaum noch eine Perspektive“ existiert. Die durchschnittliche Verzinsung sinkt dann auch gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte und liegt bei manchen Anbietern sogar unterhalb von zwei Prozent.

Die laufende Verzinsung berechnet sich aus dem verbindlich zugesagten Zins bzw. Garantiezins und den freiwilligen Überschusszahlungen sowie dem Schluss-Überschuss, der oftmals ebenfalls in die Statistik einbezogen wird. Bedenkt man, dass die Kosten für eine Versicherung noch abgezogen werden müssen, so ergibt sich auf Basis der aktuellen Verzinsung unter dem Strich meist ein Verlustgeschäft.

Bereits mit dem aktuellen Zinssatz in Höhe von 1,25 Prozent laufen nahezu alle Lebensversicherungen nach zwölf Jahren ins Minus und bringen auch nach 30 Jahren noch nicht durchweg positive Renditen. Angesichts der neu ausgegebenen Zahl von 0,9 Prozent dürfte sich dieser Trend noch verschärfen.

Ein weiteres Problem: aufgrund der hohen Garantiezusagen für die Altverträge muss auch die Zins-Zusatz-Reserve ansteigen, was zusätzlich Rendite frisst. Zu bedenken ist dabei, dass die errechnete Rendite in Höhe von 2,6 Prozent unterhalb des Garantiezinses von 2,75 Prozent für Lebensversicherungen aus den Jahren zwischen 2004 und 2006 liegen und daher auch hier der „Garantie-Modus“ greift.

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