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Lebensversicherer: Tochterunternehmen mit teuren Krediten

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Viele Lebensversicherer leiden unter dem niedrigen Zinsniveau. Hinzu kommt, dass den Versicherten auch keine Überschüsse ausgezahlt werden können. Das hat jedoch in manchen Fällen auch mit teuren Krediten bei den jeweiligen Mutterkonzernen zu tun.

Die Wirtschaftswoche widmet sich diesem Thema und geht davon aus, dass durch das Abziehen von Kapital aus den Lebensversicherern die so genannte Ausschüttungssperre umgangen wird. Mit anderen Worten fließen erwirtschaftete Überschüsse nicht – wie von der Politik vorgesehen – in die Reserven, sondern in die Bilanzen der Konzernmütter.

Im Rahmen einer Stichprobe wurden eine Handvoll von Lebensversicherern unter die Lupe genommen. Das Resultat: rund 800 Millionen Euro an Krediten, die zu Zinssätzen von sechs Prozent, 4,3 Prozent, 3,7 Prozent oder gar 6,5 Prozent vergeben wurden. Dabei handelt es sich durchweg um nachrangige Kredite, mit denen die hohen Zinsen gerechtfertigt werden können.

Nach Ansicht von Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten, kommen allein an Zinszahlungen „nennenswerte Summen, die da abfließen“ zustande und sorgen für eine Destabilisierung der Lebensversicherungen. Auf der anderen Seite gehen die Schulden der Tochterunternehmen in die Gewinne der Mutterkonzerne ein und steigern deren Stabilität.

Seitens der BaFin wird diese Praxis zwar beobachtet aber noch nicht bemängelt. Hier wird davon ausgegangen, dass es sich bei den Zinszahlungen nicht um das Geld der Versicherten handelt. Nichtsdestotrotz gehen manche Experten davon aus, dass Versicherer mit hohen laufenden Krediten keine hohen Überschussbeteiligungen gegenüber den Kunden erwarten lassen.

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