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Lebensversicherer: kein Mut zum Wandel?

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Quo vadis Lebensversicherung? Diese existenzielle Frage wurde in der letzten Zeit immer wieder gestellt – und zwar gleichermaßen von Kritikern wie Vertretern der Branche. Liegt das derzeitige Problem einfach in der „Mutlosigkeit„, wie eine bekannte Wirtschaftszeitschrift mutmaßt?

In der Wirtschaftswoche wird diese These vertreten und eine Neuerfindung der Lebensversicherung gefordert. Bezug genommen wird dabei auf die Ergebnisse der Fachkonferenz „Lebensversicherung aktuell“ in Düsseldorf, an der zahlreiche Vorstände die Versicherungsaspekte der Lebensversicherung in den Fokus rückten.

Mit anderen Worten rückt man vom reinen Rendite-Thema ab und widmet sich wieder der Langlebigkeit. Und das mit gutem Grund, denn schließlich gibt es Lebensversicherungen bereits seit Jahrhunderten und kaum ein anderes Modell gewährleistet garantierte lebenslange Zahlungen in Form einer Altersrente.

Als problematisch sehen Analysten, dass die meisten Lebensversicherer die Zeichen der Zeit nicht erkennen wollen. So wird zwar im Marketing-Bereich dem Niedrigzins Rechnung getragen, im Kerngeschäft belässt man es dann aber bei kleineren Veränderungen. Indem lediglich Garantien gesenkt werden, wird man ggf. den Erfordernissen von 88 Millionen Versicherten nicht gerecht.

Eine Chance für die Lebensversicherung bestünde eventuell im offenen Kommunizieren der gestiegenen Lebenserwartung. Wer deshalb eine lebenslange Altersrente vereinbart, braucht auch das „Risiko“ eines 100. Geburtstags nicht mehr zu fürchten.

Die Versicherer scheinen derzeit nicht geneigt, sich allein auf die Absicherung von Lebensrisiken zu beschränken, sondern spekulieren eher auf die Kunden, die die Versicherungssumme auf einen Schlag ausgezahlt bekommen möchten. Ob sich das irgendwann rächt, wird allerdings erst die Zukunft zeigen ….

 

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