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Kurios: Vollkasko gilt auch bei Verleih an führerscheinlose Person

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Das Oberlandesgericht Oldenburg (OLG) hat in einem durchaus kuriosen Fall ein viel beachtetes Urteil gesprochen. Daraus geht hervor, dass eine Vollkasko- Versicherung auch dann haftet, wenn ein Fahrzeug an einen führerscheinlosen Sohn und dessen Freunde verliehen wurde.

NWZ Online dokumentiert das Geschehen vor Gericht und weist darauf hin, dass die KfZ-Versicherung zunächst eine Schadensregulierung ablehnte. Der Grund bestand darin, dass der Sohn bereits zwei Mal wegen Fahrens ohne Führerschein belangt wurde und daher mit einer illegalen Fahrt gerechnet werden musste.

Das OLG ging derweil davon aus, dass das Fahrzeug nicht an den Sohn, sondern an explizit an dessen Freund verliehen wurde, der im Besitz eines Führerscheins ist. Eine eigenmächtige Übernahme durch den Sohn sowie der daraus entstehende Unfall hätte nicht einkalkuliert werden müssen. Darüber hinaus war ein früheres Ermittlungsverfahren gegen den Sohn lediglich aufgrund eines frisierten Mofas eingeleitet worden, was keinerlei Rückschlüsse auf die jetzige Situation erforderlich macht.

Die Folge: die Versicherung muss den Schaden in Höhe von 9.000 Euro regulieren und das Urteil ist auch schon rechtskräftig.

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