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Kurios: Versicherung als Schulfach gefordert

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Die Idee ist ein wenig kurios, wird aber mancherorts ernsthaft diskutiert: wird „Versicherung“ bald ein neues Schulfach? Zumindest, wenn es nach dem Willen der Schülerinnen und Schüler geht, könnte die Antwort „ja“ lauten.

Eine Reihe von Fakten liefert hierzu Banktip.de. Dort ist von einer Umfrage die Rede, bei der 80 Prozent der 18- bis 24-Jährigen das Thema Versicherung gerne früh behandelt wissen würden und bei den 25- bis 34-Jährigen immerhin noch 70 Prozent dieser Meinung sind. Befragt wurden 1.000 Personen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, Auftraggeber war die Provinzial.

Nach Angaben eines Versicherungsmitarbeiters müssen sich viele jungen Menschen ihr Wissen rund um Versicherungen selbst aneignen und fühlen sich daher von den Schulen im Stich gelassen. Zwar kann vielfach bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres die Versicherung der Eltern mitgenutzt werden, doch existieren auch Fälle, in denen sich 18-Jährige selbst versichern müssen.

Dass „Versicherungen“ dabei wohl nicht alleinige Schulfach sein kann, dürfte sich – hoffentlich – von selbst verstehen. Die Idee eines praxisorientierten Faches für „Wirtschaft“ ist allerdings deutlich nachvollziehbarer und hat im Modellversuch bereits zu positiven Ergebnissen geführt. Andererseits besteht immer auch die Gefahr des Lobbyismus und eine zu starke Fokussierung auf „Werteffizienz“, wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) passend anmerkte.

Entsprechend bleibt zu hoffen, dass das umgedrehte Seneca-Zitat „Non scholae, sed vitae discimus“ („Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“) auch mit den bestehenden Lehrplänen gültig ist und die Schulausbildung auch noch dafür ausreicht, die notwendigen von den überflüssigen Versicherungen zu unterscheiden.

 

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