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Kunstraub in Dresden: keine Versicherung vorhanden

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Angesichts des wohl größten Kunstraubs in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ließe sich schnell zur Tagesordnung übergehen. Ist ja sowieso versichert …. Fakt ist jedoch, dass öffentliche Museen offenbar lediglich in Bayern eine Versicherung besitzen und das Grüne Gewölbe daher leer ausgehen wird.

Hierauf weist das Handelsblatt in einem umfangreichen Artikel zum Thema hin. Offenbar stammen die Täter aus Kreisen der organisierten Kriminalität, was sich allein schon aus dem hohen Grad der Organisation schließen lässt. Seitens der Museumsleitung weiß man noch nicht einmal genau, was entwendet wurde, geschweige denn existieren belastbare Hinweise auf die Täter.Ereignet hatte sich der Kunstraub am vergangenen Montag. Zwei Einbrecher waren in das Grüne Gewölbe im Residenzschloss in Dresden eingestiegen und hatten vor allem Juwelen gestohlen. Dabei steht schon jetzt fest, dass nur bestimmte Stücke im Visier der Gangster waren und sich diese offenbar umschleifen lassen. Mit anderen Worten dürften die Steine für immer verloren sein.

Das Museum erhält keinerlei Entschädigung, wenngleich Versicherungen für Kunstgegenstände und auch Allgefahrenversicherungen durchaus üblich sind. Möglich ist der Ausgleich nach Diebstahl oder auch der Ausgleich einer Wertminderung nach Beschädigung und selbst gegen „Artnapping“, also das „Entführen“ von Kunstwerken und die Herausgabe gegen Lösegeld existieren Versicherungen.

Folgt man dem zitierten Artikel, so liegen die Versicherungssummen im Bereich zwischen 0,15 und 0,015 Prozent des versicherten Wertes. Hierzu wird dann auch ein Statement eines Kunstversicherungsmaklers eingeblendet, der sagt:

Sollte der Dresdener Schaden 100 Millionen Euro erreichen, hätte man alle großen deutschen Museen über Jahre versichern können.

Jetzt stellt sich die Frage nach der Staatshaftung und danach, in welcher Höhe das sächsische Finanzministerium und damit die Allgemeinheit in die Bresche springt.

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