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Kündigung einer Versicherung: Schriftform oftmals erforderlich

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Wer eine Versicherung kündigen möchte, kann dabei eine Menge falsch machen. Oftmals existieren formelle Anforderungen, die über die Gültigkeit einer Kündigung entscheiden. Zu nennen ist in erster Linie die Schriftform und der geeignete Nachweis über die Zustellung eines entsprechenden Schreibens.

Bei Procontra Online findet sich ein lesenswerter Artikel, in dem ein Jurist exakt erklärt, was wann und wie die richtige Vorgehensweise ist. So erfahren wir beispielsweise, dass ein reines Fax mitsamt des OK-Vermerks bzw. des Sendeberichts keineswegs ausreicht, um den Zugang nachzuweisen. Gemäß § 126 BGB muss das Original der Kündigung rechtzeitig beim Empfänger eingehen.

Dies bestätigt auch der Bundesgerichtshof in seinem Urteil  vom 12.04.2016 (Aktenzeichen: VI ZB 7/15), der in einem reinen OK-Vermerk keinen Beweis über die tatsächliche erfolgte Übermittlung darstellt, sondern lediglich aussagt, dass eine Verbindung bestand. Mit anderen Worten kann wenn es hart auf hart kommt, lediglich ein Sachverständiger überprüfen, ob die Verbindung nicht vielleicht abgebrochen ist, was praktisch kaum umsetzbar wäre.

Die Folge: eine Kündigung sollte zwingend per Einschreiben mit Rückschein gesendet werden, um auf der sicheren Seite zu sein. Alternativ ist natürlich auch der Zugang durch einen Boten möglich. Viele Versicherer sind jedoch so seriös, dass sie auch auf ein Fax oder eine E-Mail eine schriftliche Eingangsbestätigung der Kündigung senden, was natürlich ebenfalls voll und ganz ausreichend ist.

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