Rundum Versicherungsblog

Schadensregulierung, Berufsunfähigkeit und PKV News

Krankenversicherung: Schuldenberg der gesetzlich Versicherten wächst

| Keine Kommentare

Wer gesetzlich versichert ist und seine Beiträge nicht bezahlen kann, steckt schnell in einer Schuldenfalle. Der Grund liegt in den horrenden Zinsen, die die Krankenkassen ihren säumigen Zahlern abknöpfen. Der Spiegel spricht in diesem Kontext sogar von „Wucherzinsen„.

Fakt ist, dass die Schuldenlast der Versicherten merklich angestiegen ist. Anfang 2013 liegt der Wert bereits bei 2,15 Milliarden Euro an Außenständen. Einen Großteil machen mit 1,27 Milliarden Euro die freiwillig Versicherten aus, die die hohen Beiträge nicht mehr gestemmt bekommen.

Bedenkt man, dass die Zinsen jährlich bei bis zu 60(!) Prozent liegen, ist in den meisten Fällen nicht an eine Entschuldung zu denken. Das Gesundheitsministerium hat in diesem Kontext bereits einen Gesetzentwurf vorbereitet, der noch in der laufenden Woche das Kabinett passieren könnte.

Angedacht ist, dass die bislang geltenden fünf Prozent pro Monat auf nur noch ein Prozent Säumniszuschlag gesenkt werden. Wer in einer Privaten Krankenversicherung (PKV) ist und seine Beiträge nicht mehr zahlen kann, rutscht in einen Notlagentarif. Dieser greift bei akuten Krankheiten, bei Schmerzen sowie in der Schwangerschaft und Mutterschaft.

Als einer der Gründe für den Schuldenberg gilt die Versicherungspflicht. 2007 wurde diese für die gesetzliche Krankenversicherung, 2009 dann auch für die PKV eingeführt. Zuvor waren die Nichtzahler den Versicherungen kurzerhand ferngeblieben und hatten entsprechend keine Schulden verursacht.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.