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Krankenversicherung: Gesundheitskarte mit Startschwierigkeiten

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In der gesetzlichen Krankenversicherung ist bereits seit Anfang 2014 die elektronische Gesundheitskarte Pflicht und Anfang 2015 verlieren auch die alten Chipkarten ihre Gültigkeit. Nichtsdestotrotz haben eine Reihe von Versicherten das neue System noch nicht adaptiert.

Die Mitteldeutsche Zeitung greift dieses Thema für Sachsen-Anhalt auf und schreibt über „Zehntausende ohne elektronische Gesundheitskarte„. Wer indes bei einer Privaten Krankenversicherung (PKV) versichert ist, braucht nachwievor keine Karte bzw. kann auf den Vorteil einer privaten Abrechnung setzen.

Selbiges gilt übrigens auch für gesetzlich Krankenversicherte, die ohne Gesundheitskarte zum Arzt kommen. Der Unterschied liegt darin, dass die Privatrechnungen nicht im Nachhinein von den Krankenkassen beglichen werden und die Kassenpatienten schlichtweg auf ihren Kosten sitzen bleiben.

Hintergrund für die Einführung der neuen elektronischen Gesundheitskarte war die größere Sicherheit. Bewusst wird dabei auf ein Passfoto gesetzt, womit der Patient eindeutig identifiziert werden kann. Darüber hinaus könnten mittelfristig auch Informationen wie Röntgenbilder oder elektronische Rezepte auf den Chipkarten gespeichert werden.

Bemerkenswert an der neuen Technologie ist die häufige Verzögerung. Das Konzept datiert auf das Jahr 2002, die Einführung war ursprünglich für 2006 vorgesehen, doch konnte keinerlei Einigung über die konkrete Ausführung erzielt werden.

Versicherte in der PKV brauchen sich glücklicherweise nicht mit diesem Thema zu beschäftigen. Hier setzt man auf Pluralismus und so existieren einige Versicherer, die ihre Kunden mit einer Karte ausstatten, während andere bewusst hiervon Abstand nehmen.

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